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In diesem Kapitel wird die Bedienung des Benutzermanagers erklärt. Der Intranator kann verschiedene Benutzer in Gruppen zusammenfassen, so dass für diese Benutzer zentral die Zugriffsrechte erteilt werden können. Dies dient z.B. dazu, um Mitarbeiter verschiedener Abteilungen in unterschiedlichen Gruppen mit entsprechenden Rechten zu verwalten.
Auf der Seite „Benutzermanager > Gruppen“ können Benutzergruppen konfiguriert werden. Jeder Benutzer ist immer Mitglied in der „Alle“-Gruppe und kann in beliebig vielen weiteren Gruppen Mitglied werden.
Ist ein Benutzer Mitglied in mehreren Gruppen, ist für ihn alles erlaubt, was in mindestens einer seiner Gruppen erlaubt ist.
Es ist möglich für eine Gruppe eine Email-Verteilerliste anzulegen. Diese kann zur Kommunikation innerhalb einer Abteilung dienen. Heißt die Gruppe z.B. „Einkauf“, so erreicht eine Email an einkauf@intranator.net.lan alle Mitglieder dieser Gruppe. Zum Einrichten eines solchen Verteilers legen Sie unter dem Menüpunkt „Dienste > Email > Verteiler“ einen neuen Verteiler an und fügen dann die Gruppe als Mitglied hinzu. Weitere Details finden Sie in Abschnitt 4.3, „Email Verteiler“.
„Proxy Profil“. Jeder Gruppe kann auf der Seite ein Proxy-Profil zugeordnet werden. Diese Profile können auf der Seite „Dienste > Proxy > Zugriffsliste“ definiert werden. Man kann mit einem Proxy-Profil bestimmte Seiten im Internet für die Mitglieder dieser Gruppe sperren, wie z.B. Glücksspiele und Erotik. Das Erstellen und Verwalten von Proxy-Profilen wird in Abschnitt 5.1.2, „Proxy Profile und Zugriffslisten“ erläutert.
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Die für eine Benutzergruppe vergebenen Proxy-Profile sind nur dann aktiv, wenn die Zugriffsrechte der verwendeten Rechner auf "Webzugriff über Proxy mit Anmeldung" konfiguriert sind (Menü „Netzwerk > Intranet > Rechner“). |
„ISDN Fernzugriff erlaubt“. erlaubt den Fernzugriff per ISDN für diese Gruppe. Weitere Einstellungen zum ISDN Fernzugriff finden Sie unter „Netzwerk > Fernzugriff“.
Mit „Email-Quota“. legen Sie fest, wie viel Platz einem Benutzer dieser Gruppe auf dem Intranator für gespeicherte Emails zur Verfügung steht. Es handelt sich hierbei nicht um eine harte Begrenzung, eine Überschreitung des angegebenen Speicherplatzes führt lediglich zu einem Warnhinweis.
Über „Filterliste für Emailanhänge“. kann der Gruppe eine spezielle Filterliste für den Empfang von Emailanhängen zugewiesen werden. Details zum Email-Anhangfilter finden Sie in Abschnitt 4.5.2, „Anhang“
Unter „Darf Verbindung aufbauen/trennen" können Sie einstellen, ob Benutzer dieser Gruppe eine Internetverbindung aufbauen oder trennen dürfen. Bei Standleitungen ist es normalerweise sinnvoll, dieses Recht den Administratoren vorzubehalten.
Via „Fernadministration über HTTPS“ können Sie festlegen, ob der Intranator von Aussen (Internet) administrierbar ist. Hierfür muss zusätzlich beim Provider-Firewallprofil die „Eigehenden HTTPS Verbindungen“ aktiviert sein. Erteilen Sie dieses Recht z.B. der „Administratoren“-Gruppe.
Darüber hinaus können auf dieser Seite den einzelnen Benutzergruppen Rechte für das Aufrufen von Seiten der Intranator Weboberfläche vergeben werden. So können z.B. bestimmte besonders vertrauenswürdige Benutzer Zugriff auf die Emailwarteschlange oder die Benutzereinstellungen erhalten.
Die „Alle“-Gruppe.
Dies ist eine spezielle Gruppe. Jeder Benutzer ist standardmäßig Mitglied in der „Alle“-Gruppe. Außerdem sind alle Rechte, die an die „Alle“-Gruppe vergeben sind, ohne Login und Passwort zugänglich.
Seien Sie daher bei der Vergabe von Zugriffsrechten an die „Alle“-Gruppe besonders vorsichtig, da z.B. auch Besucher, die kurz alleine an einem Rechner sitzen, ohne Login und Passwort diese Funktionen nutzen können.
Das Verwenden von Benutzerkonten dient dazu, den Zugriff auf bestimmte Inhalte innerhalb oder außerhalb des Firmennetzwerks zu kontrollieren. Jeder Mitarbeiter, der Zugang zu einem Computer Ihres Firmennetzwerks hat, sollte einen eigenen Benutzernamen bekommen. Jeder angelegte Benutzer erhält automatisch als Emailadresse seinen Benutzernamen. Dieser Name ist lokal und in allen verfügbaren Domanis gültig.
Man kann für bestimmte Gruppen von Mitarbeitern zentral die Zugriffsrechte erteilen. Die tatsächlich effektiven Zugriffsrechte eines einzelnen Benutzers ergeben sich aus der Kombination der Rechte aller Gruppen, in denen er Mitglied ist. Dies gilt auch für Proxy-Zugriffslisten.
Benutzermanager und Gruppenzugehörigkeit.
Auf der Seite „Benutzermanager > Benutzer“ können neue Benutzer angelegt und alte gelöscht werden. Im Eingabefeld „Login“ wird dem Benutzer ein eindeutiger Name gegeben, mit dem er sich am Intranator anmelden kann. Das Passwort des Benutzers muss zweimal eingegeben werden, um Tippfehler zu vermeiden. Im Feld „Benutzername“ kann man zusätzliche Informationen über den jeweiligen Benutzer eingeben, z.B. der volle Name.
Das Kontrollkästchen „Benutzer deaktiviert“. kann angeklickt werden, um das Benutzerkonto vorübergehend zu sperren. Ist ein Benutzerkonto deaktiviert, werden nur noch direkte Emailweiterleitungen ausgeführt. Ist keine Emailweiterleitung konfiguriert, werden alle Emails abgewiesen.
Email Adressen und Verarbeitung.
Auf der Seite „Benutzermanager > Benutzer > Adressen“ können die verschiedenen Adressen des Benutzers festgelegt werden. Vom Intranator werden dabei auch Adressen wie Postmaster beim entsprechenden Benutzer eingetragen.
Darunter werden alle Adressen angezeigt, die diesem Benutzer zugeordnet sind. Automatische Adressen werden duch die Email-Domain Option „Alle Systembenutzer erreichbar“ erzeugt.
Bei „Adresse hinzufügen“ können Sie Aliases (alternativ gültige Emailadressen) für diesen Benutzer anlegen. Es ist sowohl möglich, weitere lokale Namen zu vergeben als auch externe Adressen, die nicht zu einer lokalen Domain gehören. Sie können mehrere Adressen gleichzeitig anlegen, wenn Sie ein Komma oder ein Semikolon als Trennzeichen zwischen den einzelnen Aliases verwenden.
Wenn Sie für einen Benutzer lokale Aliases eintragen, belassen Sie die Auswahl auf „@ lokale Domains“. Beachten Sie bitte, dass Aliases nur dann im Internet gültig sind, wenn Sie die Emails für diese Domain per SMTP direkt oder per Multidrop zugestellt bekommen.
Wenn Sie Adressen eintragen, die nicht zu einer lokalen Domain gehören, stellen Sie bitte auf „Fremde Domain“ um. Somit können Sie für einen Benutzer andere Adressen angeben, für die dann auch die Abwesenheitsschaltung funktioniert. Diese Adresse steht dann auch im Webmail des Benutzers als Absender zur Verfügung. Außerdem werden Emails an diese Adresse direkt an den Benutzer zugestellt. Dadurch ist es möglich, solche Emails direkt lokal zuzustellen, ohne daß sie einen Umweg über das Internet und wieder zurück zum Intranator nehmen müssen.
Auf der Seite „Weiterleitung“ kann mittels des Eingabefeldes und der Optionen „Email Umleitung“ und „Email Kopie“ jede ankommende Email an die angegebene Adresse weitergeleitet oder eine Kopie an die angegebene Adressen geschickt werden. Soll eine Kopie an mehrere Empfänger gleichzeitig gesendet werden, geben Sie deren Adressen mit einem Komma getrennt hintereinander ein.
Eine automatische Antwort können Sie auf der Seite „Abwesenheit“ eintragen, falls der Benutzer zur Zeit nicht selbst auf eingehende Nachrichten antworten kann. Die Nachricht kann in das Textfeld eingegeben werden und wird sofort an den Absender jeder ab jetzt für diesen Benutzer eingehenden Email geschickt. Im Auswahlfeld „Nur eine Antwort senden“ können Sie einstellen, wie oft ein Absender eine Antwort erhält, wenn er an diesen Benutzer eine Email schreibt. Die automatische Antwort funktioniert nur für die Empfangsadressen, die auf der Seite „Adressen“ eingestellt sind.
Die Abwesenheitsschaltung kann automatisch aktiviert und deaktiviert werden. Aktivieren Sie dazu die Option „Automatisches (de-)aktivieren“ und tragen Sie Daten für Start und/oder Ende ein. Lassen Sie die oberste Option „Automatische Antwort“ abgeschaltet, wenn Sie ein Datum für die automatische Aktivierung eingetragen haben.
Auf der Seite „Sortierung“ können für diesen Benutzer Email-Filter angelegt werden. Ähnlich wie in einigen Email-Programmen können hier Nachrichten unter bestimmten Bedingungen in Order verschoben, als gelesen markiert oder direkt gelöscht werden. Die Regeln können mit den kleinen Pfeilen am rechten Rand nach oben und unten verschoben werden und mit einem Klick auf die Tonne gelöscht werden. Wenn eine Regel zutrifft, werden die darauffolgenden Regeln für diese Email nicht mehr ausgeführt.
Die Regeln können durch einen Klick auf die Zahl in der Spalte „Regeln“ bearbeitet werden. Durch einen Klick auf „Neue Regel hinzufügen“ kann eine neue Regel erstellt werden. Hier können Sie der Regel im Feld „Kommentar“ einen Namen geben (dient der einfacheren Identifikation). Die Nummer der Regel können Sie nachher durch verschieben der Regel auf der Sortierungsseite ändern.

Werden die angegebenen Bedingungen von einer Nachricht erfüllt, wird die unten angegebene Aktion ausgeführt. Sie können mehr Bedingungen über die Schaltfläche „Neue Bedingung“ hinzufügen. Als Kriterium stehen Ihnen der Absender (From:, Reply-To:), der Empfänger (To:, CC:) oder der Betreff (Subject:) einer Email zur Verfügung. Über die Schaltfläche „mit eigener Kopfzeile“ können Sie eine Bedingung mit freiem Eingabefeld für die Kopfzeile hinzufügen.
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Email-Newsletter oder Mailinglisten enthalten oft eine Zeile "List-ID:" mit dem Namen der Liste. Untersuchen Sie hierzu die Kopfzeilen (Header) einer Email in einem Email-Programm, um eine geeignete Zeile zu finden. |
Das letzte Eingabefeld enthält den zu findenden Text für die Kopfzeile. Davor können Sie festlegen, nach welcher Methode der Text gesucht wird:
enthält: Kopfzeile enthält ganz oder teilweise den Suchtext.
ist exakt: Kopfzeile entspricht dem Suchtext, ist aber auch nicht länger.
enthält nicht: Kopfzeile enthält den Suchtext nicht.
ist nicht: Kopfzeile entspricht nicht dem exakten Suchtext, kann ihn aber enthalten.
grösser als: Numerischer Wert der Kopfzeile ist grösser als die eingestellte Zahl. Steht nur bei "mit eigener Kopfzeile" zur Verfügung.
kleiner als: Numerischer Wert der Kopfzeile ist kleiner als die eingestellte Zahl. Steht nur bei "mit eigener Kopfzeile" zur Verfügung.
Bei der Auswahl „Nachrichten erfüllen alle/mindestens eine Bedingung“ können Sie festlegen, ob eine Nachricht alle Bedingungen oder nur eine erfüllen muss.
Die Aktivierung der Aktion kann sehr fein gesteuert werden, indem man mehrere Bedingungen hinzufügt und dadurch miteinander verknüpft. Durch die „enthält nicht“ und „ist nicht“ Kriterien lassen sich „alle bis auf dieses“-Filter erstellen.
Soll eine Nachricht nur mindestens eine Bedinung erfüllen, können Sie z.B. die Adressen aller wichtigen Geschäftspartner eintragen und diese über eine einzige Regel in einen Kunden-Ordner verschieben.
Die „Aktion“ wird ausgeführt, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Es stehen folgende Aktionen zur Verfügung:
In Ordner verschieben: Die Email wird automatisch in einen IMAP Ordner verschoben. Wahlweise kann Sie auch gleich als gelesen (read) markiert werden. Zusätzlich können Sie noch eine Kopie der Email an einen oder mehrere Adressen verschicken.
Umleiten an: Die Email wird an eine andere Adresse umgeleitet und nicht gespeichert. Der aktuelle Benutzer erhält die Email nicht.
Zurückschicken (bounce) oder „Löschen“: Bei „Zurückschicken (bounce)“ erhält der Absender eine Benachrichtigung, daß Sie keine Emails von Ihm empfangen möchten. Bei „Löschen“ wird die Email unwiderruflich gelöscht.
Der Intranator Spamfilter ist dreistufig aufgebaut. Jede Email wird duch den Spamfilter in Spam-Punkten bewertet. Direkt darauf wird der Globale Spamfilter aktiv und filtert wenn aktiv den Spam aus. Wird eine Email an einen Intranator-Benutzer zugestellt, greift als letzte Stufe der Benutzer-Spamfilter. Weitere Hinweise zur Konfiguration des Spamfilters finden Sie in Abschnitt 4.5.4, „Spam“.
Es gibt einen Schwellwert für spamverdächtige Emails sowie einen für „richtigen“ Spam. Alle als Spam eingestuften Emails werden nicht gelöscht, sondern in die IMAP Unterordner „INBOX/Spamverdacht“ oder „INBOX/Spam“ des Benutzers abgelegt. Wunschweise können Spam-Emails auch an eine zentrale Sammeladresse weitergeleitet werden.
Wenn Sie per IMAP auf Ihre Emails zugreifen, sind die Unterordner direkt sichtbar. Eventuell müssen Sie die Ordnerliste in Ihrem Emailprogramm neu übertragen und die Ordner abonnieren (subscribe). Wenn Sie per POP3 auf die Emails zugreifen, bleiben die Spam-Emails auf dem Server. Sie sollten daher Ihren „Spamverdacht“-Ordner regelmäßig per Webmail auf fälschlich gefilterte Nachrichten überprüfen.
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Die Bewertung der Emails nach Spam-Punkten findet auch bei der Option „nicht gefiltert“ statt. Emailprogramme wie z.B. Mozilla Thunderbird können die SpamAssassin-Kopfzeilen des Spamfilters selbst auswerten und auf Wunsch eine Aktion ausführen. |
Durch Eingeben eines Schwellwertes. wird festgelegt, wie sensitiv der Filter ist. Der normale Schwellwert für Spam-verdächtige Emails ist 5, richtiger Spam hat einen Schwellwert von 8. Sollte bei einem Benutzer unerträglich viel Spam zugestellt werden, können Sie den Schwellwert vorsichtig niedriger einstellen. Allerdings steigt dann das Risiko, daß eine erwünschte Email als Spam erkannt wird. Wenn Sie viele fälschlich als Spam eingestufte Emails haben, erhöhen Sie den Schwellwert wieder.
Im Feld „Blacklist“. können Sie Absenderadressen eingeben, deren Emails automatisch als Spam
eingestuft werden. Stellen Sie der Adresse ein
„To:“ voran, wenn Sie eine Empfängeradresse
eingeben. Sie können auch ganze Domains auf die Liste setzen, indem Sie
„@domain.com“ eingeben, ohne einen Namen
davor zu setzen.
Im Feld „Whitelist“. können Sie Absender eintragen, deren Emails nie als Spam eingestuft werden sollen. Wie bei der Blacklist können Sie auch hier mit „@partnerfirma.de“ ganze Domains vom Filter ausschließen. Die Whitelist hat Vorrang vor der Blacklist.
Spam Emails im „Spam“ Unterordner werden nach dem im Feld „Spam löschen nach“ einstellbaren Zeitraum automatisch gelöscht. Diese Funktion ist deaktiviert, wenn Sie das Feld leer lassen. „Spamverdacht“ wird nicht automatisch gelöscht.
Für jeden Benutzer können unter „Webmail“ individuelle Einstellungen für das Erscheinen der Webmailoberfläche getroffen werden.
Mit „Nachrichten pro Seite“. kann festgelegt werden, wie viele Emails auf einer Webseite angezeigt werden. Wenn Sie oft mit einer Verbindung mit geringer Bandbreite auf die Webmailoberfläche zugreifen, sollten Sie hier einen kleineren Wert einstellen, um den Aufbau der Seite zu beschleunigen.
Bei „Sortierkriterium der Anzeige“. können Sie das Kriterium festlegen, nach denen die Emails auf den Seiten angeordnet werden. Dies kann durch einen Klick auf das entsprechende Feld in der Kopfzeile der Webmailseite angepasst werden. Standardeinstellung ist „Datum der Nachricht“.
„Sortierreihenfolge“. legt fest, ob die Emails nach dem Kriterium aufsteigend oder absteigend sortiert werden. Dies kann durch einen Klick auf den Pfeil neben dem Feld des Kriteriums in der Webmailoberfläche angepasst werden.
Sie können im Feld „Ausgehende Emails in Ordner speichern“ . einen Postausgangsordner festlegen, in dem gesendete Emails gespeichert werden. Gleiches gilt für „Entwürfe…“.
Im Feld „Signatur“. können Sie einen Text festlegen, der jeder ausgehenden Email, die Sie über die Weboberfläche versenden, angehängt wird.
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